BERGLAUF PUR   DIE ALPEN


Diavolezza Hütte


    

  Alle Fotos v. Helmut Reitmeir 

Übersicht

 

Besiedelung der Alpen
Nachweislich lässt sich der Mensch im Alpenraum erstmals vor 100 000 Jahren, also während der letzten Warmzeit (Interglazial) feststellen.
Archäologische Funde sind z.B. die Wildkirchli Höhli im Säntis,( Glarner Alpen CH, ein toller Aussichtsberg im Appenzellerland, 2502 m) und die Drachenhöhle im Murtal. (Die Mur ist ein Nebenfluss der Drau, Grenzfluss zwischen Österreich und Slowenien.)

Während der folgenden Würmkaltzeit  waren die Alpen wieder unbewohnt. Während des Neolithikums (Jungsteinzeit 8000 -2000 v. Chr.) wurden die Alpen von Süden her im Sinne einer Transhumanz erschlossen.

Ungefähr 4000 v. Chr. begann die Dauerbesiedelung mit Viehzucht und Ackerbau entlang trockener Täler. (Tessin, Etschtal )
Während der Hallstadtkultur wurde Salz, Eisen und Blei abgebaut.

Die Römer erreichten die Alpen etwa um Christi Geburt. Sie erschlossen das Gebirge und seine Pässe durch ein Netz von Straßen und Militärlager.
Sie führten den Wein und die Esskastanie ein. (Südalpen) Durch die Römer war eine 500 jährige Friedenszeit in den Alpen, was sich für die Besiedelung günstig auswirkte.

Ab dem 6. Jahrhundert entwickelte sich auch ein germanischer Siedlungsraum.

Im romanischen Bereich entwickelten sich Haufendörfer aus Steinhäusern, im germanischen Bereich Streusiedlungen in Holzbauweise.

Ab 1000 – 1400 gab es eine Blütezeit in den Alpen. Durch Waldrodungen konnte der Siedlungsbau erweitert werden.
Im romanischen Teil wurden Ackerterrassen angelegt und Weinbaubetriebe.
Im Germanischen besaß der Ackerbau untergeordnete Bedeutung. Wichtiger war hier die Wald- und Wiesenwirtschaft.

Die Wirtschaft und Kultur, wie sie sich im Hochmittelalter herausgebildet hat, blieb in den meisten Alpenregionen bis ins 19./20. Jahrhundert erhalten.
In der Schweiz sowie in den nördlichen Alpen wurde der Ackerbau gänzlich eingestellt, dafür Käse und Vieh verstärkt exportiert.
Ab dem 19.Jahrhundert begann in den Alpen die Industrialisierung vor allen Dingen in den südlichen Alpen. Dadurch entstand Wanderarbeit. (Pendler) In manchen Regionen zwischen dem 19./20. Jahrh. nahm die Bevölkerung bis zu 70% ab. In den Industrie- Ansiedelungen nahm sie zu.

 

Freistehende alte Streuhäuser in Adelboden, in diesem

Fall tatsächlich am "Boden" und nicht im Dorf. CH

Sie sehen schon, um welche "Wirtschaft" es sich hier handelt. Milch-und Almwirtschaft gibt es noch! CH

Neu geschindeltes, sehr altes Wohnhaus.Frutigtal CH

Man beachte das Alter des Gasthauses!  Anno 1531

Typisches Wohnhaus in der Zentralschweiz.

Richtung Sustenpass. CH

Durch Waldrodungen vor ca. 1500 Jahren begann der Siedlungsbau in den Alpen.

Wirtschaftliche Nutzung- und die ist Voraussetzung für eine Besiedelung, war in den Südalpen der Ackerbau, der Weinanbau und Obstanbau. Im Norden der Alpen begann die Forstwirtschaft durch Waldrodungen, sowie die Almwirtschaft.

Die Besiedelung war ausschließlich nur in den Tälern, hauptsächlich an Flüssen und Seen. Eine flächendeckende Besiedelung gibt es in den Alpen bis heute noch nicht.

Trotzdem sind die Alpen das dichtbesiedelste Gebirge der Welt.

Die richtige Definition "Alpen" beginnt erst bei einer Höhe von 1000 Höhenmeter. An den Randgebieten der Alpen entstanden schon wesentlich früher Dörfer und Städte, die wegen der wirtschaftlichen Nutzung der Alpen schnell größer wurden. Z.B. Salzburg durch die Salzgewinnung in den Bergwerken Hallstein usw.

Eisen, Kupfer, Blei, Zink und Silbererze wurden in den Ostalpen gefördert.

Danach setzte die industrielle Nutzung durch Wasserkraft (Elektrizität) ein.

Auf grund der Sal-Mineral und Thermalquellen entwickelten sich zahlreiche Heilbäder und der Fremdenverkehr.

Mit dem Massentourismus erweiterte sich die Besiedelung auch in immer höhere Gebiete.

Für die masslose Erschließung des Wintersports entstanden sogenannte Retortenorte.

Durch die Verkehrserschließung von zahlreichen neuen Straßen, Brücken und Tunnels wuchsen die Orte teilweise zu Industriegebieten heran. Inntal - Rhonetal - Rheintal - Etsch-und Eisacktal weisen teilweise eine totale Industralisierung auf.

 

Bergdorf im Piemont ITA

Weindorf, Valle de Susa. Steinhäuser sind hier in den Südliche Alpen vorwiegend anzufinden. ITA

Lanslebourg, FRA Massiv de la Vanoise

Sestriere, ITA Olympic Winter Games 2006, Feb.

 

Neuere Bauweise in Tirol, Leermoos, im Hintergrund

die Königsspitze. AUT

 

Der Bayerische Gebirgsort Mittenwald

GER

Heustadl bei Garmisch. GER

Das Zugspitzdorf Grainau. GER

Die Heustadl vom Oberwallis. Die Platten schützen vor Mäusen, die Stelzen auch noch gleichzeitig vor Nässe.

 Schwere Schieferplatten aus der Umgebungbedecken

die alten Wohn-und Wirtschaftshäuser. Wallis CH

Lawinenverbauung oberhalb Zermatt.

Dorfzentrum von Zermatt, Mitte das berühmte Hotel

Zermatterhof, in dem durfte ich auch schon mal logieren.

In keiner Bergregion der Welt gibt es soviele Blumen an

den Häusern, wie in den Alpen. Tannheimer Tal. AUT

Ferienwohnungen in der Pension Edelweiß.
 

Die Wallfahrtskirche St. Coloman bei Schwangau, BAY

Der Heilige Coloman war ein Irischer Pilger der im Jahr

1012 in diese Gegend kam und aufgehängt wurde, weil
man ihm nicht glaubte. Danach waren einige Wunder zu verzeichnen, daraufhin entstand eine kleine Kapelle.

 

Typischer Zwiebelturm im Bayer.und Tiroler Alpenraum.
1495 bekam sie ihre kirchliche Weihe. Colomann ist Schutzpatron für Krankheiten von Mensch und Tier. Im Oktober ist das Colomansfest.

In einer Bayerischen Voralpengemeinde.
Umspannhäuschen in den Bayerischen Voralpen.
 
Schloss Neuschwanstein - Bayern
 
Auch in Tirol ist der Zwiebelturm vorherrschend.
Oberbayerisches Bauernhaus in Brannenburg
Deutlich sieht man, dass die Außenmauern mit örtlichem Kalkstein errichtet wurden.

Im Alpenraum gibt es 6124 Alpengemeinden

1871 lebten in ihnen ca. 7,8 Millionen Menschen. Im Jahre 2000 waren es schon 14,3 Mill.

Die Zunahme entstand hauptsächlich in den gut zugänglichen großen, industrialisierten Alpentälern. Im Gegensatz dazu haben sich viele Bergregionen entvölkert, vorrangig in den Südwestalpen.


 
   
 
Verstädterung im Rhonetal Canton du Valais CH
 

Industrialisierung im südlichen Rhonetal.

Im Hintergrund Kulturlandschaft Weinanbau.

 

   
Typische Häuserzeile im malerischen Gebirgsort Mittenwald - Bayern   Das Geigenbaumuseum   Der Geheimrat ist hier auch schon vorbei gezogen.

 
   
  Der weltberühmte Kurort der Royals, Reichen und Schönen...
St. Moritz auf 1750 Meter in der Schweiz - Kanton Graubünden
  ...aber auch der Sportler.Ideales Höhentrainigsgebiet.
Auf der 400 m Tartanbahn tummel sich immer Weltklasse Läufer
 
 
   
  "Alpenpanorama" in St. Moritz   Werbeplakat auf 3300 Meter am Corvatsch  
 
   
  Überdimensionierte Kanone - wem wollen sie denn damit abknallen?   Im Karwendelgebirge - Bayern auf 2250 Meter  
 
   
  "Alpenfirlefanz" auf 2200 Meter am Osterfelderkopf - Bayern   Über diesen ganzen "Bergfirlefanz"
können sich die nur köstlich amüsieren
 

 
   
  Vielleicht gefällt Ihnen auch dieses Freizeitvergnügen auf 3000 Meter ...   ....auf dem Glacier 3000 bei Gstaad in der Schweiz  
 
   
  Bei Gstaad auf 1050 Meter im Kanton Bern   Sollten wir die Bergwelt nicht so belassen?  




Landwirtschaftliche Nutztiere in den Alpen

 
Die "Schwarznasen" hier bei Adelboden CH mit
 
ihren zotteligen, dicken Fell, Sunnegga,Zermatt

 

 
Kulturwunder, Ellmau Tirol - AUT
 
Die Standartkuh in den Alpen, hier im Nebel auf 1800 Hm.

 

 
Walliser Kühe können sehr gefährlich sein. Sie sind angriffslustig, untereinander, aber auch gegen Menschen. Ich habe schon böse Erfahrungen gemacht.
 
Auf 2200 Meter, Canton Vaud CH
im Hintergrund sehen Sie den Rückzug eines Gletschers.

 

Weniger gefährlich.....
      .......als er
Oberbayerisches Jungvieh

 

 
Der Weg zur Tränke...
 
...ist ein Dorfbrunnen mitten in Garmisch.

 

Das Rind - Hausrind

Die Domestikation erfolgte bereits im 9. Jahrhundert vor Chr.

Jungtiere werden als "Kalb" bezeichnet.

Das geschlechtsreife weibliche Hausrind heißt "Kuh" Milchkuh - Mutterkuh

Der geschlechtsreife Hausrind heißt "Bulle oder Stier". Ein geschlechtsreifes junges männliche Rind heißt "Jungbulle".

Ein kastriertes männliche Rind heißt "Ochse"

Milchleistungen von reinen Milchkuh-Rassen können bis zu 15 000 Liter pro Kuh im Jahr betragen.

Die Milchabgabe (Laktation) beginnt nach der Geburt des ersten Kalbes der Kuh. Diese kalben das erste mal in einem Alter von 24-32 Monaten.

Die Kuh wird etwa 2-3 mal täglich gemolken.

Typische Oberbayerische Stadl für´s Heu - hier bei Grainau/Garmisch

 

Einwohnerdichte der Alpenstaaten

Staaten
pro qkm

Fläche qkm

Einwohner

Mill.

Alpenanteil ca.in %

und qkm

Deutschland (Bayern)
229
357 000
82,4
  3%  -    5 300 qkm
Italien
190
301 000
58,6
28%  -  51 000 qkm
Schweiz
175
41 200
7,4
15%  -  27 000 qkm
Frankreich
106
544000
60,6
20%  -  37 000 qkm
Österreich
96
83 800
8,2
30%  -  54 000 qkm
Slowenien
96
20 300
2,0
  4%   -   6 900 qkm
Lichtenstein nicht relevant
191
160 qkm
34 000 Einw.
Die Schweiz zählt das Alpen-Vorland

 

nicht

 

zu den

 

Alpen!

 

Alpen gesamte Fläche die

mittlere Definition umfasst die

Gebiete oberhalb 1000 Hm

60

mittlere Definition

ca. 185 000 qkm

220 -240 000 qkm

Alpen ( dauerhaft besiedeltes Gebiet)
240
Europäische Union
115
3,975 000
460 Mill.
ca 4,5 bis 6% je nach Definition

Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte von 60 Einw. pro Quadratkilometer bezieht sich auf den

gesamten Alpenraum ( 220 - 240 000 qkm ) Der durchschnittliche Dauersiedlungsraum der Alpen ist wesentlich kleiner auf grund der natürlichen Gegebenheiten. Besiedelung ist hauptsächlich in den größeren Tälern mit zunehmender Zersiedelung und Verstädterung. Somit ist die Dichte der

dauerhaften Besiedelung extrem hoch und mit den dichtest besiedelten Gebiete der Erde vergleich-

bar ist. siehe Tabelle.

Japan
330
377 800
126 Mill.
70% Gebirgesanteil
Indien
278
3,3 Mill.
1,112 Mill.
USA
26
9,6 Mill.
298 Mill.
Kanada
3
9,98 Mill.
32 Mill.
Neuseeland
15
268 700
4,1 Mill.
Nepal
188
147 000
27,6 Mill.

über 40% d.Landes liegen über 3000 Meter

Peru
22
1,285 Mill.
28 Mill.
über 50% Gebirge

Es ist eine wachsende Verstädterung in den Tälern feststellbar und zugleich eine verstärkte Ent-

völkerung in den kleineren Gemeinden und in verschiedenen Alpenregionen.

Die Zentralalpen boomen auf grund des starken Tourismus, in den Südwestalpen, sowie in den

kleineren Seitentälern und Berghängen ist eine Entsiedelung zu verzeichnen

 


 

Was ist der Unterschied zwischen einem Berg und einem Hügel?
Die Wörter Gebirge und Berg stehen im Zusammenhang
Im Gebirge stehen Berge - und viele Berge ergeben ein Gebirge

Ausnahmen sind die teilweise riesigen Vulkanberge.

Wenn relativ viele Vulkanberge an-und ineinander stehen, nennt man das Vulkangebirge.

Die normalen Gebirgsbildungen entstehen durch tektonische Plattenverschiebungen.

Manche Inselberge bilden auch eine Ausnahme.

Diese Definition ist nicht nur im Deutschen Sprachgebrauch, sondern ebenso im englischen, französischen, spanischen, italienischen usw. zu finden.

 
Die Feuerberge auf Lanzerote. Volcanberg 520 m
 
Volcan Misti 5822 m, südliches Peru

 

Nun zur geologischen Definition

Eine anerkannte Definition von Gebirge gibt es nur für das Hochgebirge nicht aber für das

Mittelgebirge. Das Hochgebirge fängt bei 1500 Höhenmeter an. Bewohner der alpinen Regionen sehen die Grenze bei 2000 Höhenmeter.

10% des gesamten Festlandes unseres Globus überschreiten eine Höhe von mehr als 2000 m.

(Da ist dann z.B. Keswick, Wellington und der Schwarzwald schon nicht mehr dabei)

Gebirge sind deutlich abgegrenzte Erhebungen der Erdoberfläche mit lebhaften Wechsel von steilen Bergen und tiefen Tälern.

Berge sind Gipfel mit steilen Flanken, spitzen und schroffen Felsschichtungen.

Der Unterschied zu den Hügeln im Mittelgebirge ist somit klar definiert.

Schartenhöhe und Dominanz

Die Definition eines Berges ergibt sich aus der Schartenhöhe und der Dominanz.

Der Computerexperte Benoit Mandelbrot hat einmal die Küstenlänge Großbritanniens untersucht. Da gab es zuvor sehr unterschiedliche Ergebnisse. Er stellte fest, je genauer man versucht, die Länge zu messen, desto länger wurde die Strecke.

Fazit Mandelbrots: Die Küste Großbritanniens ist unendlich lang.

Nun zu der spannenden Frage:

Wieviele Berge gibt es in den Alpen?

Dazu muss man erst einmal definieren was als eigenständiger Berg gilt. Es gibt ja Hunderttausende kleine Gipfel und Gipfelchen, neben einem bekannten definierten Berg.

Betrachten Sie den Großglockner oder die Monte Rosa Gruppe, da hat es unzählige Vorgipfel

die man aber nicht als Berge zählen kann.

So ähnlich verhält sich das auch mit der Anzahl der Berge in einem bestimmten Gebirge.

Fazit: Nicht jeder Vorgipfel und Felsvorsprung zählt als Berg.

Dominanz
 
Schartenhöhe
 
Schartenhöhe

 

Sie ist die Höhendifferenz zwischen dem Gipfel und der höchstgelegenen Scharte, die zu

einem höheren Gipfel führt.

Anders definiert. Die Schartenhöhe gibt an, wieviele Höhenmeter man mindestens absteigen

muss, um auf einen höheren Berg zu kommen. Die Schartenhöhe zeigt somit an, wie frei ein

Berg steht.

Zum Beispiel das Matterhorn ist sehr eigenständig und weist eine Schartenhöhe

von 1031 Meter auf, während Das Nordend (wird als zweithöchster Berg (der CH teilweise gewertet) mit einer Schartenhöhe von 94 Meter der Verlierer ist, obwohl höher als das

Matterhorn.

Bei der Betrachtung der Definition Schartenhöhe zeigt sich, dass es zwischen Gipfel und Scharte (Pass) eine eindeutige Beziehung gibt.

Aber auch umgekehrt, zu jeder Scharte gibt es einen Gipfel.

Wenn Sie also eine Schartenhöhe von mehr als 2000 Höhenmeter nehmen, dann gibt es

in der Schweiz nur 4 Berge, bei 1000 Höhenmeter schon 36 und bei 100 Höhenmeter

Schartenhöhe 1955 Berge.

Unten ein Beispiel von Schweizer Bergen.

   
 

Die Zugspitze v. Ehrwald aus, Tirol.

Bei nur 2962 m hat die Zugspitze

eine hohe Schartenhöhe v. 1746 m.

 

Nadelhorn, 4327m, Lenzspitze, 4294m, Dom, 4545m

Geringe Schartenhöhe f.d.Lenzspitze

 

   
 

Das Matterhorn 4478m mit einer deutlichen Schartenhöhe von 1031 Meter und einer

Dominanz v. 13,7km.

Die Dufourspitze, 4634m mit einer Dominanz von 78,2km. Das Nordend, rechts, 4609m

mit nur einer Schartenhöhe von 94m. Man kann ihn also nicht als eigenständigen 4000er bezeichnen.Der gesamte Bergstock ist die

Monte Rosa Gruppe.

Die Dominanz

 

Um das Ganze zu vervollständigen ist auch noch die Dominanz eines Berges von Bedeutung.

Die Dominanz eines Berges ist die vom Gipfel aus gemessene horizontale Entfernung zum

nächst höheren Berg. Die Dominanz gibt also an, welchen Umkreis der Gipfel überragt.

Nehmen Sie z.B. die Jungfrau (4158 Hm, das ist ein Berg, daher Jungfrau-Marathon) und

suchen Sie den nächstgelegenen höheren Berg. Das ist das Aletschhorn mit 4195 Hm von

dort misst man den nächsten Punkt zur Jungfrau in der Höhe von 4158 m und misst die horizontale Distanz, so ergibt sich eine Dominanz von 8150 m.

Mit diesen beiden Kriterien, Schartenhöhe und Dominanz, können Sie die Anzahl der Berge

in den Alpen zählen.

Man muss sich nur darüber einig sein, ab welcher Schartenhöhe (Höhenmeterzahl) und

Streckenlänge bei der Dominanz zugrunde gelegt wird. Eine Schartenhöhe von 100 m

zum nächsten Gipfel wird nicht als eigenständiger Berg gewertet.

Betrachtet man eine Mindestschartenhöhe von 100 m für einen Berg, so hat es in der Schweiz 1955 Berge.

Da fallen dann die bekannten Berge wie Nordend (4609 m) oder Lenzspitze (4294m) raus.

Im aktuellen Gipfelverzeichnis der Schweiz gibt es 8874 Gipfel.

Umso höher Sie die Kriterien Dominanz und Schartenhöhe stellen, umso weniger Berge gibt es, wo wir dann wieder bei dem Chaosforscher Mandelbrot angelangen.

Nehmen Sie die Dominanz von 1 km (das ist schon sehr viel im Umkreis der Berge) gibt es

1584 Berge, bei 5 km nur noch 170 Berge in der Schweiz.

 

Somit gibt es z.B. in Unterharmersbach oder Keswick keine Berge sondern nur Hügel,

aber unsere Sportart heisst  BERGLAUF  und nicht HÜGELLAUF!

 

Dominanz
 
Schartenhöhe
 
 
Dominanz
Schartenhöhe
                     Bergname                       Höhe m             Länge m             Bergname                Höhe m    
 

1

Piz Bernina

4 048.6 m

137 800

2

Dufourspitze (Monte Rosa)

4633.9

78200

3

Finsteraarhorn 

4273.9

51650

4

Tödi: Piz Russein

3614

42050

5

Rheinwaldhorn

3402.2

35100

6

Schesaplana

2964.3

30250

7

Ringelspitz/ Piz Barghis

3247.5

30000

8

Grand Combin de Grafeneire

4314

26400

9

Säntis

2503.1

25780

10

Piz Linard

3410.6

24900

11

Piz Kesch/ Piz d' Es-cha

3417.7

23500

12

Wildhorn

3247.6

22950

13

Dammastock (Winterberg)

3629.9

22350

14

Piz Sesvenna

3204

21400

15

Dents du Midi: Haute Cime

3257.4

18900

16

Cornettes de Bise

2432.3

18000

17

Pizzo Campo Tencia

3071.7

17100

18

Pilatus: Tomlishorn

2128.5

17000

19

Pizzo Tambo

3279

16850

20

Dom

4545.4

16600

21

Piz Calderas

3397

16450

22

Piz Murtaröl/ Cima la Casina

3180.4

15500

23

Fluchthorn/ Piz Fenga: Südgipfel

3398.8

15500

24

Piz Medel

3210.7

15400

25

Gridone/ Monte Limidario

2188.1

14600

26

Monte Generoso/ Calvagione

1701.3

14300

27

Les Diablerets:

3209.7

14250

28

Bächistock (Glärnisch)

2914.3

13950

29

Bruschghorn

3056

13850

30

Matterhorn/ Monte Cervino

4477.5

13700

31

Bietschhorn

3934.1

13400

32

Monte Tamaro

1961.5

13300

33

Rigi Kulm

1797.5

13200

34

Aroser Rothorn

2980.2

13100

35

Aletschhorn

4195

12850

36

Blinnenhorn/ Corno Cieco

3373.8

12750

1

Finsteraarhorn 

4 273 m

2 280 m

2

Piz Bernina

4048.6

2234

3

Dufourspitze

4633.9

2165

4

Säntis

2503.1

2021

5

Dents du Midi: Haute

3257.4

1796

6

Tödi: Piz Russein

3614

1570

7

Grand Combin de Gr.

4314

1517

8

Piz Kesch

3417.7

1502

9

Dammastock

3629.9

1465

10

Haldensteiner Calanda

2805.7

1449

11

Monte Tamaro

1961.5

1408

12

Gamsberg  

2384.8

1358

13

Aroser Rothorn

2980.2

1349

14

Brienzer Rothorn

2349.7

1348

15

Rheinwaldhorn

3402.2

1337

16

Monte Generoso

1701.3

1305

17

Rigi Kulm

1797.5

1288

18

Gridone

2188.1

1238

19

Weisshorn

4505.5

1235

20

Weissmies

4023

1191

21

Pizzo Tambo

3279

1166

22

Monte Leone

3553.4

1144

23

Piz Platta

3392

1117

24

Vanil Noir

2388.9

1114

25

Le Catogne

2597.9

1105

26

Piz Calderas

3397

1085

27

Cornettes de Bise

2432.3

1063

28

Piz Sesvenna

3204

1055

29

Dom

4545.4

1046

30

Matterhorn

4477.5

1031

31

Piz Raschil

2574.5

1028

32

Piz Linard

3410.6

1028

33

Balmhorn

3699

1021

34

Aletschhorn

4195

1017

35

Grand Muveran

3051.1

1013

36

Le Tarent

2548

1002

 

In den sogenannten Mittelgebirgen, z.B. Rhön, Schwarzwald, Eiffel usw. gibt es keine Scharte

(Pass) und somit auch keinen Gipfel, auch im Voralpenland nicht.

Österreich zählt das Voralpenland aus bestimmten Gründen zu den Alpen dadurch ist der Alpenanteil prozentual wesentlich mehr ausgeweitet als in der Schweiz, die ihre Alpenvorland nicht zu der Alpenregion zählt.

Sie können also erkennen, dass in solchen Gebieten, wie z.B. Unterharmersbach mit dem Kuhkopf kein Berg steht. Somit kann es dort auch keinen klassischen Berglauf geben,

der einer Wertigkeit von Welt-Europa-oder Deutschen Meisterschaft entspricht.

Das ist so!!  Basta!! Ob das den sogenannten Berglaufwarten, Franz Geigl, (Bayern)

Wolfgang Münzel (Deutschland) oder Danny Hughes (Welt) passt oder nicht.

Diese 3 Herren veralbern alle Bergregionen dieser Welt mit ihren Hügelläufen die sie als

Bergläufe bezeichnen.


Korsika - franz. la Corse
Viertgrößte Insel im Mittelmeer, nach Sizilien, Sardinien und Cypern.
Korsika hat ca. 8700 qkm. Die Nord-Süd-Länge beträgt 185 km, Ost-West- 85 km
Korsika gehört zu Frankreich und die Hauptstadt ist Ajaccio ( 59 Tsd. Einw.) im Südwesten der Insel.
Die Insel hat 260 000 Einw. (ca 30 Einw pro qkm )
zum Vergleich: Il de La Reunion, Frankreich  2520 qkm
                       Martinique, Frankreich          1100 qkm
                       Sardinien, Italien                24 090 qkm

Der Anteil an Frankreich beträgt 1,4%. Frankreich 672 350 qkm, incl. Überseegebiete 62 Mill. Einw. 

( 110 Einw. pro qkm)                 

Auf Grund der vielen Buchten hat Korsika ca. 1000 km Küste, ein Drittel ist Strand, der Rest felsig.
Im Landesinnere hat sie Hochgebirgs-Charakter. 86% sind Bergland.
Das Gebirge entstand wie die Alpen im "Tertiär" (v. 65 Mill. Jahren bis 1,8 Mill. Jahren)

 

 

Korsika - die Aufnahme habe ich ich ganz früh am Morgen vom berühmten GR 20 aus fotografiert. Womöglich kommen Ihnen diese

Art von Bergformation bekannt vor.
Klar, Korsika gehörte mal zu den Alpen.

 
Korsika die "Schöne" Korsika die "Wilde"
 

Kleiner typischer Karstsee. Links davon der Trail vom GR 20

 

Gabi Winck " Grand Raid Interlacs"

Korsika. Aufnahme nicht von mir.

Genau das ist für uns Bergläufer und Wanderer sowie Kletterer das Gebirgs-Eldorado im Mittelmeer.
Es gibt schroffe Gipfel und tiefe Schluchten sowie einige Karstseen. Höchster Berg ist der Monte Cinto mit 2710 m

und ist nur 25 km vom Meer entfernt.

Das Gebirge wird auf der gesamten Länge durch den berühmten GR 20 erschlossen.

Der schwierigste Wanderweg Frankreichs. Die Aiguilles de Bavella sind die korsischen Dolomiten.

Korsika hat 50 Zweitausender. Im Westen überwiegt Granitfels, im Osten Schiefer. Die Westküste ist sehr

felsig und buchtenreich. Viele Wildbäche stürzen von den Bergen herab, die im Hochsommer versiegen.

In Korsika herrscht ausgeprägtes Mittelmeerklima, in den hohen Bergen Kontinentales. Die Hälfte ist mit "Macchie" bedeckt, ein Fünftel bewaldet, hauptsächlich Kiefern. Ab 600 Meter gibt es auch Esskastanien und Bergbuchen.

Landwirtschaftliche Nutzung ist Weizen, Wein, Zitrusfrüchte, Oliven, Korkeichen und Schaf - sowie Ziegenzucht. Die ausgewilderten Schweine treiben sich in Höhen zwischen 700 und 1500 Höhenmeter rum und ernähren sich von den Esskastanien und liefern dann anschließend den hervorragenden Schinken.

Natürlich hat auch die Fischerei einen hohen Stellenwert. (Thunfisch, Sardellen)

Mittlerweile dürfte aber der Fremdenverkehr die wichtigste Einnahmequelle sein


       

Die Wege, besser die Kraxelei am GR 20.

Rot-Weiß ist der gesamte Trail markiert. Vorsicht ist bei Regen, Nebel und Gewitter geboten. Gehen Sie da nicht weiter. Entweder Abstieg zum Meer oder in eine "Gite"

Rotwein gibt es in den Gites genügend, aber nix zum Essen und kalt ist es auch in den   Holzverschläge der Schlafstellen.   

     

          Bei schönem Wetter ein Traum-Trail.


  Die Alpen Teil1

Die Alpen Teil2

Die Alpen Teil3 Die Alpen Teil4